top of page

Rückschau

Jaan Bossier Quartet  -  mit dem neuen Programm ECHO

Konzert am 29.05.2022 im Alleesaal Bad Schwalbach

Kooperationsveranstaltung mit dem Kur-Stadt-Apothekenmuseum

Jaan Bossier Quartet  -  mit dem neuen Programm ECHO

Konzert am 29.05.2022 im Alleesaal Bad Schwalbach

Kooperationsveranstaltung mit dem Kur-Stadt-Apothekenmuseum

Von der deutsch-französischen Erbfeindschaft zur deutsch-französischen Erbfreundschaft

27.1.2023  im Gelben Saal des Kurhauses

Vortrag von Evelyne Filatzek    -    Musik von Conni Martin und Martin Reuß

Am 22. Januar 1963, also vor bald 60 Jahren, wurde der deutsch-französische Freundschaftsvertrag im Pariser Elysée-Palast unterschrieben; ein Meilenstein in der bis dahin leidvollen deutsch-französischen Geschichte. 

​Und da in Frankreich alles mit Chansons anfängt und endet („en France tout commence et tout finit par des chansons“), hat Conni Martin, von Martin Reuß begleitet, einige Chansons vorgetragen.

Evelyne Filatzek

Conni Martin und Martin Reuß: Douce France (von Charles Trenet)

Expressionisten am Folkwang.  

Entdeckt – Verfemt – Gefeiert 

Tagesfahrt zur Ausstellung im Museum Folkwang in  Essen

am 6.1.2023

Franz Marc: Liegender Stier, 1913

Tempera auf Papier, 40 x 46 cm

Museum Folkwang, Essen; Foto: Jens Nober

16.11.2022  Vortrag von Professor Helmut Wegmann zum Thema "Frauen in Naturwissenschaft und Mathematik - von der Antike bis heute" 

Der Mathematiker Professor Helmut Wegmann aus Darmstadt - mit dem engen Bezug zu Bad Schwalbach - referierte zu einem nach wie vor hochaktuellen Thema.

 

Das erlesene und interessierte Publikum fand den Weg in die Räume der Stadtbücherei und erlebte einen sehr umfangreich recherchierten und spannend vorgetragenen Bericht zum Thema Gleichberechtigung in der Wissenschaft.

PB160017-b.jpg

An manchen Stellen mutete es wie ein Krimi an, wenn man hört, dass einer genialen Forscherin der ihr gebührende Nobel-Preis von neidischen und - natürlich männlichen - Kollegen weggeschnappt wurde. Aus dem Munde von Helmut Wegmann klingt das so authentisch, als wäre man dabei gewesen. 

Wir hoffen und freuen uns auf den nächsten Vortrag von ihm - vielleicht im nächsten Jahr. Ihm wird bestimmt ein spannendes Thema einfallen. 

Marc Chagall: Welt in Aufruhr  -   Besuch der Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt 

Am 11.11.2022 besuchten auf Einladung der Kulturvereinigungen Heidenrod und Bad Schwalbach interessierte Kunstliebhaber die Marc Chagall-Ausstellung in Frankfurt.

 

Chagall (1887 – 1985) gilt als Poet unter den Künstlern der Moderne. In der Ausstellung der Schirn werden bislang wenig bekannte, aber für sein Schaffen wichtige Werke der 1930er und der 1940er Jahre gezeigt. Seine Bilder, die  in in diesen Jahren entstanden, in denen seine Existenz als jüdischer Maler von den Nazis bedroht wurde, berühren zentrale Themen wie Identität, Heimat und Exil.

 

Mit rund 100 Werken zeichnet die Ausstellung die Suche des Künstlers nach einer Bildsprache im Angesicht von Vertreibung und Verfolgung nach. In der Zusammenschau ermöglicht die Schirn eine neue und äußerst aktuelle Perspektive auf das OEuvre eines der wichtigsten Künstler des

20. Jahrhunderts.

Chagall.jpg

Marc Chagall, Die Lichter der Hochzeit, 1945,

© Kunsthaus Zürich, VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Denis Wittberg mit seinem Soloprogramm "Charmante Verführer-Ironie".

Eigentlich wollte Denis Wittberg mit seinen "Schellack-Solisten" das Konzert am 16. Oktober 2022 im Kurhaus bestreiten. Doch machte ein Corona-Fall einen Strich durch die Rechnung. Kurzerhand wurde umdisponiert und es kam sein Soloprogramm mit Klavierbegleitung zur Aufführung. Den mehr als 70 Besuchern schien es genauso Recht zu sein, denn auch dieser Ausflug in die "Goldenen Zwanziger Jahre" kam bei Ihnen gut an. Kompetent und einfühlsam wurde Wittberg von Jörg Walter Gerlach am Flügel begleitet, der gekonnt ein ganzes Orchester ersetzte.

Charmant, ironisch und auf hohem Niveau entführte Denis Wittberg in das Berlin der Golden Twenties mit seinen Tanzpalästen und Varietés, als die "Comedian Harmonists" den kleinen grünen Kaktus besangen. Aber auch Moderneres wie das unsägliche "Mama" von Heintje wurde intoniert - oder besser gesagt persifliert. 

Dem Publikum jedenfalls hat es gefallen - gemessen am Applaus und den geforderten Zugaben. 

PA160005-b.jpg
MartinWagner.jpg
Bildschirmfoto 2022-06-17 um 13.45_edited.jpg

Wasser auf der Erde

-Situation heute und Ausblick auf morgen-

Vortrag Prof. Martin Wagner am 14. Juli 2022 

Mit rund 30 interessierten Hörern war diese Veranstaltung im Alleesaal gut besucht. Der in Bad Schwalbach wohnende Professor Wagner trat damit zum ersten mal vor heimatlichen Publikum auf. Das ist auch deshalb so bemerkenswert, weil Wagner weltweit als Spezialist in seinem Fachgebiet bekannt ist und dementsprechend auch laufend vor internationalem Publikum referiert.

Die Botschaften, die er seinem Publikum im Alleesaal näherbrachte, waren allerdings nicht nur hochinteressant, sondern auch Besorgnis erregend. Da das Wasser nun einmal wesentlicher Bestandteil unserer Umwelt und des Klimas ist, wurde jedem klar, dass es für die Menschheit dringend Zeit ist, in Sachen Umweltschutz aktiv zu werden. Wasser ist für unser Überleben und auch für unseren Wohlstand ein wesentlicher Bestandteil - und wir sollten sorgsam und sparsam mit ihm umgehen.

Nach Wagners hochinteressantem und fesselndem Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an. So wurde unter anderem auch deutlich, dass die Politik und damit die politischen Vertreter in Stadtparlament und Magistrat gefordert sind, sich bei zukünftigen neuen Wohn- und Gewerbegebieten Gedanken über Auflagen zu machen, die dem Schutz dieser besonderen Ressource - nämlich dem Wasser - dienen. 

Nancy – Barocke Pracht, Jugendstil und Lebensart, Gartenstadt

Eine Zwei-Tagesfahrt am 9. - 10. Juli 2022

Die schnell ausgebuchte Reise nach Nancy war ein einmaliges Erlebnis.

Unser Dank gilt insbesondere Evelyne Filatzek, die uns kompetent und einfühlsam durch Ihre einstige Heimatstadt führte. 

Es gibt Städte, die muss man im Sommer besuchen. Nancy ist ein solcher Ort. Grund allein ist schon der Besuch der Place Stanislas (s. Foto rechts), einer der schönsten Plätze der Welt und natürlich von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt! Hier ist alles versammelt, was elegante Urbanität ausmacht: ein repräsentatives Rathaus, ein Museum der schönen Künste, das Grand Hotel de la Reine  und die prachtvolle Oper. Rund um den Platz befinden sich Cafés, Brasserien und Bistros mit hübschen Terrassen, wo man sich stärken und das Treiben auf dem Platz erleben kann. In der Mitte dieser schönen Bühne befindet sich das Standbild des Stanislas Leszczinsky, der Nancy als kleine Aufmerksamkeit erhielt, als seine Tochter den französischen König Ludwig XV heiratete. In Bronze gegossen schaut er auf den Triumphbogen und auf die mit viel Blattgold dekorierten Gittertore. Am schönsten aber ist der Platz am späten Abend, wenn er bei Son et Lumière in allen Farben erstrahlt. 

Nancy Place Stanislas-v2.jpg
Nancy Son et Lumiere-v2.jpg

Fotos: Ursula Boy-Malsch

Nancy hat jedoch noch viel anderes zu bieten, z. B. die Porte de la Craffe aus dem Mittelalter oder ganze Straßenzüge im Renaissancestil italienischer Baumeister. Die Stadt gilt aber vor allem als Metropole des Jugendstils. Die Ecole de Nancy drückt sich in einer völlig neuen Stilrichtung aus: dem Art Nouveau -  zu finden in Architektur und Kunsthandwerk und besonders im Jugendstil-Palast. 

Bei einer  Führung durch die Altstadt (mit Place Stanislas, Place de la Carriere, Fußgängerzone und kleinem Markt, Renaissance- und Jugendstilgebäuden) mit Pausen zum Imbiss oder Kaffeetrinken erhalten wir durch Frau Filatzek eine ausführliche Übersicht über diese wunderschöne Stadt. Nach einem ausgiebigen Abendmenü werden wir auf der Place Stanislas das Schauspiel von Son et Lumière (s. Foto links) genießen. Am Sonntag besichtigen wir zwei der berühmten Museen und treten nach einem Imbiss in der Altstadt die Rückfahrt an.

Jaan Bossier Quartet  -  mit dem neuen Programm ECHO

Konzert am 29.05.2022 im Alleesaal Bad Schwalbach

Kooperationsveranstaltung mit dem Kur-Stadt-Apothekenmuseum

Boussier-v1.jpeg

Ein hervorragendes Konzert mit erstklassigen Musikern begeisterte die Zuhörer im ausverkauften Alleesaal.

Was wäre Musik ohne Widerhall? In seinem neuen Programm sucht Jaan Bossier nach der Bedeutung des Echos und er entdeckt: Echos sind Wegweiser oder Verführer. Sie leiten auf den richtigen Pfad oder lassen den Suchenden in die Irre gehen. 

Ein musikalisch literarisches Programm mit Eigenkompositionen Jaan Bossiers über die Frage: Kann ein Echo eine Antwort sein? Ein Versuch zum Dialog nicht zuletzt mit der eigenen inneren Stimme. 

Spannend und gut gelaunt gibt Bossier als Moderator auf der Bühne Einblicke in das Programm. Zu jedem Stück gibt es eine Anekdote, einen Hintergrund. Beschwingt und mitreißend nimmt das Ensemble das Publikum mit ins musikalische Sentiment. 

Die vier Musiker Jaan Bossier (Klarinette), Megumi Kasakawa (Bratsche), Gwen Cresens (Akkordeon) und Axel Ruge (Kontrabass) stammen aus namhaften Orchestern wie dem Lucerne Festival Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra, dem WDR Sinfonieorchester oder dem Ensemble Modern. Eine Herkunft, die sich in der Qualität der Darbietungen niederschlägt.

Diese Veranstaltung fand im Rahmen des Kultursommers Bad Schwalbach statt. Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen der Neuauflage des Festivalprogramms INS FREIE! des Landes Hessen und unterstützt durch DIEHL+Ritter/INS FREIE!

Jaan Bossier Quartet

Jaan Bossier Quartet

70 Jahre Kulturvereinigung

Die Kulturvereinigung Bad Schwalbach feierte am 14. Mai ihr 70-jähriges Jubiläum. Wegen Corona musste die Veranstaltung, die eigentlich für das Jahr 2021 vorgesehen war, verschoben werden, so dass es sich jetzt eigentlich schon um den 71. Geburtstag handelte, worauf ihr Vorsitzender Dieter Klein in seiner Begrüßung  hinwies. 

 

Die Jubiläumsfeier fand im gut besuchten Alleesaal statt. Geladen waren Vertreter der Bad Schwalbacher Vereine und der lokalen Politik. Der Rückblick auf die langjärige Geschichte wurde von Joachim Renz vorgetragen, der selber viele Jahre Vorsitzender der Kulturvereinigung war. So wurde wieder in Erinnerung gerufen, dass die Anfänge auch auf die amerikanischen Militär- und Zivilbeschäftigten zurückging, die als Besatzungsmacht kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nach Bad Schwalbach gekommen waren. Das Auf und Ab der nachfolgenden Jahrzehnte referierte Renz mit vielen anschaulich vorgetragenen Beispielen und so manchen Anekdoten.

Eine besondere Freude war die Anwesenheit von Paul Zipp, dem inzwischen schon legendär gewordenen langjährigen Förderer und Vorsitzenden der Kulturvereinigung. Bürgermeister Markus Oberndörfer lobte in seinem Grußwort die vielen Aktivitäten und den wichtigen Beitrag für die städtische Kulturszene. 

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung waren die Beiträge der eigenen Musikschule. Solisten und Ensembles trugen Stücke von Klassik bis Rock vor - und das so gut, dass der Ruf des Publikums nach Zugaben letzten Endes erfolgreich war. Musikbeispiele sind unter MUSIKSCHULE/AKTUELLES auf dieser Website zu hören.

 

Als Fazit kann man festhalten, dass die Kulturvereinigung nach zwei schwierigen Corona-Jahren wieder aktiv und sehr vital die lokale Kulturszene bereichert und optimistisch in die Zukunft blickt. 

Werner Eckert: Der Klimawandel holt uns ein  

Vortrag am 04.05.2022 im Alleesaal.

Werner Eckert ist Leiter der Redaktion Umwelt und Ernährung beim SWR. Der in Fachkreisen geschätzte Umweltexperte hielt auf Einladung der Kulturvereinigung am 4. Mai einen Vortrag über den Klimawandel. Zirka 50 Interessierte lauschten gespannt seinen Ausführungen.

 

Das Fazit überrascht indes nicht, hören wir doch seit Jahren, dass es um Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit nicht gut bestellt ist.

Wie ernst allerdings der Ausblick auf die zukünftige Entwicklung ist, das machte Eckert sehr deutlich. So können wir davon ausgehen, dass die Menschheit die vereinbarten Klimaziele nicht erreichen wird - mit zum Teil katastrophalen Folgen. 

Eckerts anschauliche Schilderung des Zukunfts-Szenarios macht seine Zuhörer betroffen. Offenbar bedarf es einer solchen Betroffenheit, damit die Menschheit den Ernst der Lage erkennt und auch tatsächlich anfängt zu handeln, auch wenn dies mit persönlichen Einschränkungen verbunden sein wird. 

Die sich an seinen Vortrag anschließende rege Diskussion machte deutlich, dass seine Botschaft ankam.

SWR-Klimaexperte Werner Eckert

Besuch der Ausstellung Renoir, Monet, Gauguin – Bilder einer fließenden Welt 

Am 30.04.2022  besuchten die Kulturvereinigungen Heidenrod und Bad Schwalbach die Ausstellung im Essener Folkwang-Museum.

Die Nachfrage war so groß, dass keine weiteren Interessenten für eine Museums-Führung angenommen werden durften. Die Besucher waren von der Ausstellung begeistert. Eine wertvolle Unterstützung erhielten unsere Gäste durch 2 hervorragende Ausstellungsführerinnen. Vielen Dank auch an unsere großartige Organisatorin Ursula Boy-Malsch.

Folkwang.jpg

Von Renoir über Monet zu Gauguin – Das Museum Folkwang zeigt anlässlich seines 100. Jubiläums seine herausragende, von Karl Ernst Osthaus begründete Sammlung spätimpressionistischer Kunst im Dialog mit der Sammlung Kojiro Matsukatas. Dass die Sammlungen von Osthaus und Matsukata in Essen zusammenkommen, ist ein ungeheurer Glücksfall: Erstmals seit den 50er Jahren wird die japanische Sammlung des französischen Impressionismus aus dem Nationalmuseum in Tokio wieder umfassend in Europa präsentiert.

 

Mit rund 120 Meisterwerken von Paul Cézanne, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Édouard Manet, Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Auguste Rodin verdeutlicht die Schau, wie die moderne französische Kunst Anfang des 20. Jahrhunderts nicht nur von westlichen Sammlern geschätzt wurde, sondern auch in Japan früh Anklang fand. 

Sowohl Osthaus als auch Matsukata trugen mit ihren Sammlungen zur weltweiten Revolution von Impressionismus und Postimpressionismus bei. 

bottom of page